Wörtlich übersetzt bedeutet Manipulation "etwas in der Hand haben". Und genau darum kreist das Regiedebüt von Uisenma Borchu, die die Hauptrolle auch gleich selbst in die Hand nahm.

Sie verkörpert die attraktive Mongolin Hedi, die sich über das Nachbarsmädchen Sofia (Anne-Marie Weisz) mit deren Mutter Iva (Catrina Stemmer) anfreundet. Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich bald eine intensive Liebesbeziehung.

Gestört wird diese von Ivas Vater Sepp (Josef Bierbichler), zu dem die Tochter seit Jahren kein gutes Verhältnis hat und der das auf einmal ändern möchte. Nun schenkt ihm Hedi plötzlich viel Aufmerksamkeit und verhält sich Iva gegenüber sehr manipulativ. Die kleine Sofia hat sie längst auf ihrer Seite ...

Zieht in den Bann

In der Schule nannte man sie "Leitkühe". Es gibt einige solcher Menschen, die eine besondere Aura haben, und sie wissend und gezielt gegen schwächere Individuen einsetzen. Im Drama "Durchgeknallt - Girl, Interrupted" oblag dieser Charakter Angelina Jolie.

Uisenma Borchu gelingt es nun in "Schau mich nicht so an" spielend, diese Rolle auszufüllen und ihre "Kollegen" zu kontrollieren. Und der wunderbare Sepp Bierbichler setzt weitere Akzente, wenn er sich brummig von ihr umgarnen lässt.

Auch der Zuschauer spielt bereitwillig in ihrem bösen Spiel mit. Etwas störend in diesem spannenden, weil undurchsichtigen Film, sind die Zwischensequenzen in der Mongolei, die keinen erkennbaren Zusammenhang zur Beziehung der Figuren ergeben.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Schau mich nicht so an":