New York, 1992: Ein Vietnam-Veteran kämpft mit Lymphdrüsenkrebs. Saigon: Eine junge Frau sitzt im Hospital und begreift langsam, dass sie kein Baby im Bauch trägt, sondern einen Tumor. Hamburg: Einen ehemaligen Chemiearbeiter plagen chronische Hautgeschwüre und Gedächtnisschwund. Diese drei Menschen sind sich nie begegnet; aber unglücklicherweise haben sich ihre Lebenswege gekreuzt: Der Mann in Hamburg hat T-Säure produziert, der Mann in New York hat T-Säure versprüht, die Frau in Saigon ist mit T-Säure besprüht worden.

"Hamburger Gift" erzählt die erschreckende Geschichte der giftigsten Substanz, die je von Menschen geschaffen wurde: Dioxin. Regisseur Horst Königstein zeigt, wie das Welt-Gift 1956 in Hamburg entdeckt, wie seine Entdeckung verheimlicht wurde, wie es bis in die letzten Winkel der Erde gelangte, wie es bis heute im Boden, in der Nahrung und im menschlichen Körper seine lebensbedrohliche Wirkung entfaltet.

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