Barsängerin Nicole liebt den Diplomaten Walter. Sie, die begehrenswerte Frau, er im Dienst der deutschen Botschaft in Madrid. Ein Pariser Maler sieht sie in der Oper, ist von ihrem Gesicht fasziniert, malt sie und benutzt das Gesicht für ein Aktgemälde. Walter wird erpresst, sein Ruf kann Schaden nehmen, doch sie nimmt die Schuld auf sich, um seine Karriere zu retten und wird zum Lohn die Geliebte des Malers.

Käutners poesievoller Schnulze fehlt die Feinheit eines Douglas Sirk oder Max Ophüls. Recht pompös, aber auch mit vielen Längen inszeniert, zeigt der Liebesfilm Ruth Leuwerik auf der Höhe ihres Ruhmes, während man O.W. Fischer seine Rolle irgendwie nicht abnehmen will. Ein typisches Beispiel dafür, warum das Kino der Fünfziger nicht lief. Doch trotz des Misserfolgs hatte das deutsche Kino ein neues Traumpaar, das im gleichen Jahr in dem deutschen Edel-Hochglanzfilm "Ludwig II." - wieder unter Käutners Regie - erneut zu besichtigen war.

Foto: MDR/Schorcht/International