England 1949. Der skurrile Paläontologe Sir Hugo Coal ist mehr an Dinosaurierknochen als an seiner kapriziösen Gattin Harriet interessiert. Verständnis findet der Aristokrat nur noch bei seinem einstigen Afrika-Weggefährten, dem Schweinefarmer George Lecky. Selbst der neue Butler Fledge bringt keine Ordnung ins Haus. Vielmehr sorgt er für Irrungen und Wirrungen der Gefühle und verwickelt die Coals auch noch in eine bizarre Intrige. Mit wachsendem Unbehagen sieht Sir Hugos Tochter Cleo (Lena Headey, Foto), wie sich der ambitionierte Butler bald als eigentlicher Hausherr aufführt. Auch leidet Cleo darunter, dass Coal ihren Freund Sidney als rückgratlosen Träumer verachtet. Eines Tages ist Sidney spurlos verschwunden. Als seine Knochen gefunden werden, nimmt der Fall eine bizarre Wendung ...

Alan Bates, Theresa Russell, der Schauspieler und Rockstar Sting und seine Frau Trudie Styler spielen die Hauptrollen in dieser Grusel-Groteske über die Dekadenz der untergehenden englischen Aristokratie und den Zynismus der neuen Aufsteiger. Autor Patrick McGrath schrieb das Buch nach seinem 1988 veröffentlichten Roman "The Grotesque" - "ein Stilmix mit Elementen von Satire, Gothic Horror Story und Landhaus-Mystery-Krimi. Es ist aber auch eine politische Allegorie auf den englischen Landadel in den letzten Atemzügen, bevor er aufhörte, Englands dominierende soziale Kraft zu sein. Als dämonischer Eindringling ist Matthew Gordon Sumner alias Sting an der Seite seiner Frau Trudie Styler zu sehen, die zugleich auch als Ko-Produzentin fungierte. Der frühere BBC-Dokumentarist John-Paul Davidson setzte die Story in seinem Spielfilmdebüt augenzwinkernd und mit Raffinesse in Szene - ein gelungenes Beispiel für das britische Kino der Thatcher-Jahre.

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