Zwei Brüder tunesischer Abstammung verlassen nach einem Familiendrama das Pariser Araber-Viertel und besuchen ihren Onkel in Marseille, um von dort aus ihren Eltern in die Heimat nachzureisen. Obwohl die Geschwister ihre eigenen Wege gehen, werden sie mit den gleichen Alltagsproblemen konfrontiert: Rassismus, Integrationsprobleme und Traditionen...

Eine gelungene Mischung aus Chronik und romantischem Drama von Regisseur Karim Dridi, in der er zentrale Themen wie Traditionen und Generationskonflikte anspricht. Dridi folgte hier dem Trend in der französischem Literatur und Filmszene, in denen immer häufiger Randgruppen mit ihren Konflikten im Vordergrund stehen. Der Regisseur kann davon selbst ein Lied singen, wurde er doch von der Pariser Filmhochschule abgelehnt. Deshalb drehte und produzierte er selbst Kurzfilme, von denen "Zoe la boxeuse" mehrfach ausgezeichnet wurde. Sein erster Spielfilm "Pigalle" sowie "Bye-Bye" zeigen die Vorliebe des Regisseurs, spezifische Milieus zum Thema seiner Filme zu machen.