Der deutsche Regisseur Marcus Vetter ("Traders' Dreams", "Mein Vater, der Türke") machte schon mit seinem bewegenden, wenn auch nicht unumstrittenen Dokumentarfilm "Das Herz von Jenin" von sich reden. Nach der Fertigstellung dieses Dokumentarfilms gründete der Stuttgarter den gemeinnützigen Verein Cinema Jenin e.V., dessen Ziel es war, das seit 1987 geschlossene Kino in Jenin im Westjordanland wiederaufzubauen. Das Projekt und die damit verbundenen Arbeiten begleitete Vetter mit der Kamera. Das Ergebnis ist eine Art Tagebuch, dass das schwierige, aber letztendlich erfolgreiche Unterfangen zeigt und einmal mehr beweist, dass vieles möglich ist, wenn man nur daran glaubt ...

Der Traum, das alte Kino in Jenin in der Westbank wieder zu eröffnen und zu einem Kulturzentrum auszubauen, war nicht nur eine Herzensangelegenheit von Filmemacher Marcus Vetter, sondern ein Projekt, das auch für die dortige Bevölkerung eine besondere Bedeutung hat. Im August 2010 konnte nach einigen Rückschlägen und entsprechend vielen Kämpfen mit der Bürokratie des selbstverwalteten Palästinensergebietes das "Cinema Jenin" die Pforten wieder öffnen. Marcus Vetters Dokumentarfilm feierte Anfang April 2012 dort seine Premiere. Beim Filmfest München 2011 erhielten das Projekt und der Film im Rahmen der Verleihung des "Bernhard Wicki-Filmpreises - Der Friedenspreis des Deutschen Films" einen erstmals verliehenen, undotierten Sonderpreis.



Foto: Senator Film