Der 13. Februar ist für die Elbmetropole Dresden immer wieder ein ganz besonderer Tag, denn dann jährt sich der Beginn der alliierten Fliegerangriffe vom 13. Februar 1945 auf die Kulturstadt, der tausende Bewohner zum Opfer fielen und die von den Nazis umgehend propagandistisch ausgeschlachtet wurden. Neben er stillen Andacht von Menschen, die seinerzeit ihre Liebsten verloren haben, begann die aufkommende Friedensbewegung in den Achtzigerjahre, an diesem Tag gegen Krieg und Wettrüsten zu demonstrieren. Die Zeiten sind längst vorbei, denn inzwischen nutzen Neonazis den 13. Februar zu einem der größten rechtsextremistischen Aufmärsche Europas ...

Die aus dem italienischen Trento stammende Filmemacherin und Videokünstlerin Barbara Lubich, Absolventin der Goethe Universität in Frankfurt am Main, dokumentiert in ihrem Kino-Debüt diesen für die Dresdner so wichtigen Tag, die sich mit Menschenketten, Gedenkgottesdiensten und zahlreichen weiteren Aktionen gegen die Vereinnahmung ihrer Stadt durch die Neonazis wehren. Mit Archivaufnahmen erinnert die Filmemacherin dabei an die schrecklichen Bombentage und -nächte, zeigt die Entwicklung seit 1945 und taucht erneut in die Gegenwart ein, die von Auseinandersetzungen zwischen Neonazis, Polizei und Gegendemonstranten geprägt ist. Dabei lässt sie Betroffene zu Wort kommen und zeigt die unterschiedlichen Meinungen ihrer Protagonisten.



Foto: Barnsteiner