Der Irak 2003, Saddams Husseins Fall steht kurz bevor: Die beiden kurdischen Freiheitskämpfer Azad und Rashid treffen auf der Straße einen kleinen, weinenden, arabischen Jungen. Azad, der sich an seinen eigenen Bruder erinnert, hat Mitleid und will ihm helfen, während sich Rashid zunächst weigert, einzugreifen. Unglücklicherweise heißt der Junge auch noch Saddam, zu diesem Zeitpunkt ein Name, den man besser nicht ausspricht. Währenddessen suchen die Eltern des Kleinen verzweifelt nach ihrem Sohn ...

Das sensibel inszenierte Drama ist das Regiedebüt des kurdischen Regisseurs Shawkat Amin Korki ("Kick Off Kirkuk"), das er nach eigenem Buch in Szene setzte. Korki setzt in dem auf Filmfestivals prämierten Werk auch auf Elemente des Kriegsfilms und des Roadmovies, um die schrecklichen Geschehnisse des Krieges und des Saddam-Regimes zu thematisieren. Darüber hinaus ist "Crossing the Dust" aber eine zutiefst menschliche, kleine Geschichte voller Humor und Melancholie.

Foto: WDR/mitosfilm