Quebec 1950: Der Uhrmacher Berthet, Kompagnon des wohlhabenden und ruhigen Schmuckhändlers Ovide Plouffe, ist heimlich in dessen Frau Rita verliebt. Während Ovides Abwesenheit wird Berthet Zeuge einer Begegnung zwischen Rita und einem ihrer ehemaligen Liebhaber. Da Rita sich ertappt weiß, gesteht sie ihrem Mann alles. Dieser begegnet ihr daraufhin mit distanziertem Groll und bändelt mit seiner jungen Sekretärin Marie an. Das Verhältnis der beiden bleibt jedoch platonisch. Als Rita bei einem mysteriösen Flugzeugunglück ums Leben kommt, fällt der Verdacht natürlich sogleich auf ihren Gatten, der sich zu schnell mit einer anderen getröstet hat...

1981 drehte Regisseur Gilles Carle das Drama "Les Plouffe", die Geschichte der Quebecer Familie Plouffe. Seinerzeit spielte Gabriel Arcand das Familienoberhaupt Ovide Plouffe. Drei Jahre später inszenierte sein älterer Bruder Denys Arcand diese Fortsetzung, die auf unterhaltsame Weise anhand einer Familiensaga das Bild der Quebecer Gesellschaft der 50er Jahre zeichnet. Außerdem verbindet Denys Arcand hier geschickt einen Kriminalfall mit komischen Elementen. Gabriel Arcand erhielt für seine mitreißende Darstellung des Ovide, der sich gegen den Mordvorwurf an seiner Frau zur Wehr setzen muß, 1985 den kanadischen Genie Award als bester Hauptdarsteller. "Das Verbrechen des Ovide Plouffe" war bereits die vierte Zusammenarbeit der beiden Brüder nach "Dreckiges Geld" (1971), "Rejeanne Padovoni" (1972) und "Gina" (1974). Zwei Jahre später arbeiteten die beiden erneut in "Der Untergang des amerikanischen Imperiums" zusammen.