Die Mitteilungen eines Anrufbeantworters liefern die Geräuschkulisse zu dem Ausblick aus dem Zürcher Atelier des Filmemachers Thomas Imbach ("I Was a Swiss Banker"). Mit der Kamera fing er ganz alltägliche Stimmungen ein und zeigt das Stadtpanorama aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Es ist die Tristesse der Gewohnheit, die er darstellt. Eine Frau, die Tag für Tag die Zeitung austrägt, der qualmende Schlot im Hintergrund, die Züge, die vorbeifahren ...

Was anfangs wie eine willkürliche Geräuschkulisse wirkt, entwickelt sich im Laufe dieser ungewöhnlichen, fiktiven Autobiografie zum wichtigsten Mittel des Films. Die Nachrichten des Anrufbeantworters, die anfangs wie aus dem Zusammenhang gerissen wirken, erschaffen im Laufe der Dokumentation ein dramaturgisches Gemälde rund um den Regisseur. Krankheit, Tod, Schwangerschaft, Geburt, Trennung, Erfolge, Misserfolge - schwer verdauliche Kost und doch ein ganz normales Leben, was hier gezeigt wird. Aber wer geht dafür ins Kino?



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