Fridrik Thór Fridriksson, der nie eine Filmhochschule besucht hat, wurde vom Außenseiter zum Shooting-Star des isländischen Films. Spätestens seit der Oscar-Nominierung 1992 für "Kinder der Natur" und den Filmen "Movie Days" (1994) und "Cold Fever" (1995) genießt der außergewöhnliche Filmkünstler auch international große Anerkennung. Seine Geschichten um menschliche Tragödien und gesellschaftliche Randfiguren zeichnen sich durch hohes Einfühlungsvermögen und ein gerüttelt Maß knochentrockenen Humors aus. Die Existenz von Geistern gilt in seinen Werken als etwas ganz Natürliches. Die bizarren, witzigen, poetischen, surrealen und seltsam bewegenden Filme machen mit der magischen Welt der isländischen Sagas und ihren Mythen vertraut und öffnen einen Zugang zur nationalen Kultur der Insel im hohen Norden. Alexander Bohr gelang ein sehr dichtes und persönliches Porträt, das den Zuschauer eine Stunde lang in diese magische Welt eintauchen lässt. Neben Fridrik Thór Fridriksson kommen einige seiner engsten Mitarbeiter und Freunde zu Wort, wie der Schriftstel-ler Einar Màr Gudmundsson, der Produzent Peter Rommel, die Schauspielerin Sigurveig Jónsdóttir und sein Kameramann Ari Kistinsson. Vor wunderschönen isländischen Naturschauplätzen gedreht, wurden die Interviews zusammen mit Filmausschnitten, Aufnahmen bei Dreharbeiten, kunstvollen Fotos und Zeichnungen des Filmemachers zu einem atmosphärisch stimmigen, poetischen Dokumentarfilm montiert.