Im viktorianischen England wird ein Mann, durch eine Krankheit mit extremen Geschwulsten verunstaltet, zum grotesken Schauobjekt degradiert. Er wird wie ein wildes Tier gehalten und auf Jahrmärkten präsentiert. Ein mitfühlender Arzt befreit den "Elefantenmensch" auch aus wissenschaftlicher Neugier von seinem menschenunwürdigen Dasein und staunt nicht schlecht über die Intelligenz des angeblichen "Monsters"...

David Lynch verfilmte hier eine historisch belegte Geschichte. Ihm gelang ein atmosphärisch dichtes und überaus packend erzähltes Werk mit grandiosen Schwarz-Weiß-Bildern, die ihre ganze Kraft allerdings nur auf der Leinwand entfalten. Trotz einiger Horrorelemente ist der Film eindeutig von humanistischer Prägung. Überragend: John Hurt in der Rolle des Verunstalteten, der ebenso für den Oscar nominiert wurde wie Lynch und Kameramann Jonathan Sanger. Weitere Nominierungen gab's für das Drehbuch, die Kostüme und die Musik.

Foto: Kinowelt