Im wahren Leben hätte sich die berühmte Sängerin Larissa wohl nie mit dem unscheinbaren Emil eigenlassen. Doch als die Berühmtheit überraschend stirbt, behauptet Emil einfach, dass er der verheimlichte Freund der Diva gewesen sei. So kommt er endlich zu der Anerkennung, die er so verzweifelt gesucht hat. Außerdem findet er in Larissas Verwandtschaft eine Art Ersatz-Familie. Heikel wird es allerdings, als sich Emil in Larissas Schwester verliebt ...

Schüchtern und unentschlossen wie der Protagonist wirkt auch die Regie des Schweizers Micha Lewinsky ("Sternenberg", "Herr Goldstein", "Die Standesbeamtin - Drei sind eine zuviel"). Er wechselt recht holprig zwischen Witz und Trauer, Komödie und Drama. Dabei gibt Hauptdarsteller Philippe Graber die unscheinbare Hauptfigur mit Bravour, stolpert durchs Bild und nähert sich nur zaghaft seiner Angebeteten mit einer Ernsthaftigkeit, die man so selten im Kino sieht. Deshalb wohl wurde das Werk auch 2009 als Schweizer Beitrag für den Oscar vorgeschlagen.



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