Als Ghostwriter erfolgreich, soll er nun die Memoiren des ehemaligen britischen Premierministers Adam Lang zu Papier bringen. Tatsächlich ist das Angebot derart lukrativ, dass der Literat schnell einwilligt. Doch kaum hat er den Job angenommen, gerät Lang in die mediale Kritik: Er soll während des Irak-Kriegs Folteraktionen zugestimmt haben. Für die Medien ein gefundenes Fressen, für den "Ghost" – wie er sich selbst nennt – ein schwieriger Start. Mehr und mehr dringt der Schreiberling in die Untiefen der Politik ein, erfährt dann, dass sein Vorgänger möglicherweise ermordet wurde und dass des Ex-Premier lediglich ein Handlanger der CIA sein könnte. Dieses brisante Wissen ist bald auch für den Geist lebensgefährlich ...

Roman Polanski gelang nach vielen Jahren mal wieder ein packender, psychologischer Thriller, der zwar nach den üblichen Mustern abläuft, aber dennoch gekonnt inszeniert wurde. Robert Harris, der Autor der Romanvorlage "Ghost", schrieb mit Polanski gemeinsam das Drehbuch. Die Dreharbeiten fanden fast ausschließlich in Deutschland (Sylt, Usedom, Berlin, Babelsberg) statt. Starke Darsteller – allen voran Ewan McGregor in der Titelrolle -, düstere Bilder und natürlich aktuelle Bezüge etwa zur Politik und zur Person Tony Blair sorgen hier für gute Krimi-Kost.