Jan-Josef Geissler sitzt als verurteilter Mörder in Haft. Plötzlich will er jedoch zu Gott gefunden haben und Theologie studieren – mit der offiziellen Unterstützung der Kirche. Alles nur Kalkül? Das soll Ralf Remberg, Referent des Bischofs, klären. Doch Geissler bleibt Remberg ein Rätsel. Dieser gerät über seine Nachforschungen selbst in eine Glaubenskrise. Zudem weiß er bald nicht mehr, ob Geissler tatsächlich schuldig ist …

Regisseur Thomas Berger, sonst eher ein Spezialist für spannende Thriller wie "Zeugin der Toten" oder "Schandmal - Der Tote im Berg", inszenierte nach eigenem Drehbuch dieses starke, gut gespielte Dialog-Drama um schwere Themen wie Schuld, Vergebung und Sühne. Besonders Devid Striesow als Bischofsreferent und Lars Eidinger in der diabolischen Rolle des verurteilten Mörders liefern hier ausgezeichnete Darstellerleistungen ab. Die beiden sind alte Bekannte, in den Neunzigerjahren besuchten sie gemeinsam die Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin.

Foto: BR/Marco Nagel