Not ist um die vierzig und ein Punk. Als solcher legt er auf gesellschaftliche Gepflogenheiten keinen Wert. Sein Bruder Jean-Pierre ist da ganz anders. Doch dessen wohlgeordnetes Leben mit Frau und Kind gerät völlig aus den Fugen, als Jean-Pierre plötzlich arbeitslos wird. Jetzt nähert sich der Ex-Betten-Verkäufer immer mehr seinem kompromisslosen Bruder an und zeigt der Gesellschaft ebenfalls den Mittelfinger ...

Was eine böse Gesellschaftssatire hätte werden können, entpuppt sich leider als wenig witzige Farce, die meist betulich vor sich hinplätschert und es nicht versteht, die Charaktere zu vertiefen bzw. dem Betrachter deren Handlungsweisen nachvollziehbar zu machen. Deshalb greift die Tragik der Geschichte in keiner Sekunde. In Frankreich gehören das Duo Benoît Delépine und Gustave Kervern zu den Starkomikern. Als Regisseure jedoch konnten sie bislang kaum überzeugen. Denn schon "Louise Hires a Contract Killer" und "Mammuth" fielen eher durch platte Geschmacklosigkeiten denn tiefsinnigen Humor auf.



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