Eigentlich hat Nick alles, was sich ein kleiner Junge wünschen kann: fürsorgliche Eltern, tolle Freunde und eine bislang unbeschwerte Kindheit. Doch das ändert sich, als Nick vermutet, dass seine Mutter ihm bald einen kleinen Bruder schenkt. Dann wäre es aus mit den ganzen Vorzügen des Lebens und Nick würde aufs Abstellgleis geschoben, ja vielleicht sogar ausgesetzt. Jetzt ist es an Nick, dem bösen Schicksal zu entgehen und er setzt alles daran, sich für die Eltern unentbehrlich zu machen. Dabei allerdings lässt der kleine Kerl kein Fettnäpfchen aus ...

Was eine wunderbare Umsetzung der charmanten Bildergeschichten von Asterix-Miterfinder René Goscinny und Zeichner Jean-Jacques Sempé hätte werden können, ist leider auf fast allen Ebenen gescheitert: Die Figuren sind zu hölzern, die Dialoge meist völlig frei von Komik (zumindest in der deutschen Fassung) und der Charme der Vorlage wurde mit keiner Szene eingefangen. Lediglich die Ausstattung überzeugt – aber dafür geht man wohl kaum ins Kino. Sempé und Goscinnys Tochter Anne wissen wohl, warum sie die Umsetzung eines Nick-Film stets abgelehnt hatten. Sie hätten auch den Überzeugungsversuchen von Regisseur Laurent Tirard, der zuvor mit Werken wie "Lügen & lügen lassen" sowie "Molière" auf sich aufmerksam machte, standhalten sollen. Sehr, sehr schade!



Foto: Wild Bunch

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