Der Alltag der alleinlebenden 22-jährigen Supermarktangestellten Claudia ist trist und einsam. Das wird vor allem deutlich, als sie mit einer Blinddarmentzündung im Krankenhaus landet und keinen Besuch bekommt. Ihre Zimmernachbarin, die lebensfrohe Martha, nimmt sich ihrer an. Martha ist alleinerziehende Mutter von vier Kindern und an AIDS erkrankt. Nach der Entlassung lädt sie Claudia zu sich nach Hause ein. Bald schon ist die junge Frau ein fester Bestandteil von Marthas Familie und wächst langsam in die Rolle der Ersatzmutter hinein. Als Martha bei einer gemeinsamen Reise plötzlich zusammenbricht, muss Claudia entscheiden, wie es weitergeht ...

Erzählt wird eine warmherzige Geschichte, bei der zufällige Begegnungen, der Halt in der Familie und der Weg aus der Isolation im Mittelpunkt stehen. Dass ein Film auch ohne Männer funktioniert, beweist die mexikanische Regisseurin Claudia Sainte-Luce mit ihrem Kinodebüt. Erfolgreich und ganz ohne feministische Polemik. "Der wundersame Katzenfisch" entwickelte sich auf diversen Filmfestivals zum Überraschungshit und gewann unter anderem beim Filmfest 2013 in Locarno den Junior Jury Award. Darüber hinaus wurde der Film beim Toronto Film Festival mit dem Preis der Internationalen Kritik (FIPRESCI) ausgezeichnet.



Foto: Arsenal