In ihrer Kindheit musste Beatrice den Mord an ihrer geliebten Mama miterleben. Als Folge der traumatischen Erlebnisse erblindet das kleine Mädchen. Jahre später scheint sie das Schicksal akzeptiert zu haben und bereitet sich auf ihre Hochzeit mit Carlo Basileo vor, als ein junger Arzt in ihrer Stadt auftaucht und ihr Heilung verspricht. Doch bei Beatrices Verlobten stößt dieses Angebot auf unerwarteten Widerstand ...

Nach einem Roman des Journalisten und Autors Francesco Mastriani (1819-1891), einer der populärsten neapolitanischen Schriftsteller des 19. Jahrhunderts, setzte der italienische Regisseur Giacomo Gentilomo dieses Historiendrama in atmosphärisch dichten Schwarzweiß-Bildern in Szene. In einer ihrer frühen Rollen ist die aus Beirut stammende Schauspielerin Antonella Lualdi zu sehen, die später besonders durch ihre Zusammenarbeit mit Claude Chabrol bekannt wurde. Zu ihren gemeinsamen Arbeiten zählen etwa "Schritte ohne Spur" und ("Vincent, François, Paul und die anderen". "Die Blinde von Sorrent" ist übrigens nicht die erste Mastrani-Verfilmung, bereits 1916 entstand ein Stummfilm, 1934 war Anna Magnani in einer kleinen Rolle in der ersten Tonfassung zu sehen.

Foto: ARD/Degeto