Dolmetscherin Silvia Broome (Nicole Kidman, mit Sean Penn) belauscht durch Zufall im New Yorker UN-Gebäude ein Gespräch, in dem es darum geht, dass ein afrikanischer Diktator bei seinem Auftritt vor den UN-Vertreten liquidiert werden soll. Fortan sieht sie sich von finsteren Gestalten verfolgt. Während der hinzugerufene Sicherheitsagent Keller ihr zunächst keinen Glauben schenkt, ändert sich dies, als ein Fremder in Silvias Wohnung eindringt. Keller lässt fortan die Dolmetscherin überwachen. Da gibt es im Umfeld der unglaublichen Geschichte bereits die ersten Mordopfer ...

Regisseur Sydney Pollack begab sich mit diesem Polit-Thriller auf die Spuren seines Klassikers "Die drei Tage des Condor" und inszenierte ein über weite Strecken spannendes Werk, das sich zudem mit einem brisanten Thema beschäftigt (auch wenn der hier genannte afrikanische Staat ein fiktiver ist). Starke Figuren, der sich allmählich steigernde Spannungsaufbau und das nicht überzogen schmalzige Ende lassen über einige Längen hinwegsehen. Was einst Alfred Hitchcock bei seinem Werk "Der unsichtbare Dritte" verwehrt blieb, konnte Pollack diesmal in Anspruch nehmen: Er durfte tatsächlich im UN-Gebäude drehen!

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