Sowohl Alice als auch Mattia sind Außenseiter. Alice hatte als Kind einen Skiunfall und humpelt seitdem, Mattia hatte stets darunter zu leiden, dass ihm seit Kindertagen die Schuld für das Verschwinden seiner Zwillingsschwester gegeben wurde. Als sich die beiden als Jugendliche kennen lernen, fühlen sie sich prompt zueinander hingezogen, da beide die eigene Einsamkeit im jeweiligen gegenüber erkennen. Doch wirklich nahe kommen sie sich nie ...

Paolo Giordanos gleichnamiger Roman ist ein Bestseller. Doch was im Buch funktioniert, will in diesem Drama von Saverio Costanzo nicht zusammenpassen: die Kinderdarsteller sind schlecht ausgesucht, die Elterndarsteller sind schlecht auf jung getrimmt, die permanenten zeitlichen Sprünge nerven und irritieren zugleich. So fällt es schwer, sich mit den Protagonisten zu identifizieren. Hinzu kommen die schlechten Anschlüsse und das willkürliche Beenden und Eintauchen in Szenen.



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