Der elfjährige Jakob lebt nicht gerade in den besten sozialen Verhältnissen, denn seine Mutter wie sein Vater sind Alkoholiker, arbeitslos, Krach und Gewalt gehört zur Tagesordnung. Als seine Mutter wieder einmal in die Psychiatrie muss der Vater sich in der Wohnung umbringt, lebt Jakob zwei Wochen neben dem Leichnam, um nicht ins Heim zu kommen ...

Der bisher als Darsteller bekannte Andreas Arnstedt ("Küstenwache", "Coming In") erzählt in seinem Regiedebüt, das er nach eigenem Drehbuch inszenierte, die Geschichte eines kleinen Jungen, der durch den sozialen Abstieg seiner Familie schließlich einer ausweglosen Situation gegenüber steht. Getragen von bemerkenswerten Darsteller-Leistungen (besonders Oskar Böckelmann als Jakob und André Hennicke in der Rolle des Vaters), zeigt Arnstedt in vielen Rückblenden, wie es zu diesem Scheitern kommen konnte. Ein bitteres Werk aus deutschen Landen, dass Vorurteile, bürokratischen Hürden und soziale Ausgrenzung zu einem höchst aktuellen Zeitbild verdichtet.



Foto: Drei-Freunde (Kinostar)