Als die junge Schauspielerin Nina plötzlich stirbt, werden die Dreharbeiten zu dem Film, für den sie gerade vor der Kamera stand, gestoppt. Doch dann hat Produzent Norbert die Idee, die Rolle der Verstorbenen mit einer Praktikantin zu besetzen. Während nun der Drehbuchautor verzweifelt versucht, bereits gedrehte Szenen neu zu ordnen und in eine sinnvolle Geschichte einzubinden, setzt die Produktion den Dreh fort. Nicht ohne Schwierigkeiten …

Im Juli 2011 verstarb die Berliner Schauspielerin Maria Kwiatkowsky, die zu jener Zeit gerade für Lola Randls Komödie "Die Erfindung der Liebe" vor der Kamera stand, vollkommen unerwartet. Die Dreharbeiten wurden nach ihrem Tod abgebrochen und mit einem Teil der Besetzung inszenierte Randl zunächst das Drama "Die Libelle und das Nashorn", bis sie sich daran machte, "Die Erfindung der Liebe" zu vollenden. Kurzerhand band Randl des Tod ihrer Hauptdarstellerin, die hier noch einmal in einigen markanten Szenen zu bewundern ist, als Film-im-Film in die Handlung ein. Das wirkt stellenweise spröde, verwirrend und unpassend, da die Zuschauer nie wissen, was nun Realität und was Fiktion ist. Ungewöhnlich sind auch die Statements der Filmbeteiligten - oft vor einem Green Screen -, von denen man nicht weiß, ob sie echt oder gespielt sind. So ist "Die Erfindung der Liebe" ist erster Linie ein nicht immer nachvollziehbares filmisches Experiment auf TV-Niveau, dass mit einigen sehenswerten Szenen einer viel zu jung verstorbenen Schauspielerin aufwartet.





Foto: Coin Film/Govinda Van Maele