Um endlich die illegalen Machenschaften des zwielichtigen russischen Oligarchen Ivan Rostovsky aufzudecken, spinnt der russische Agent Grégory Lioubov einen fiesen Plan: Als Hintermann setzt er die Finanzexpertin Alice auf Rostovsky an, ohne zu ahnen, dass sie eigentlich eine Undercover-Agentin der CIA ist. Doch Grégory verliebt sich in die schöne Kühle und beginnt mit ihr – zunächst um mehr zu erfahren - eine fatale Affäre, bei der er stets darauf bedacht ist, dass die eigenen Leute nicht dahinter kommen. Alice wiederum hat keine Ahnung, mit wem sie sich letztendlich eingelassen hat. Als der Agentenpoker in die heiße Phase gerät, will Grégory mit Alice abhauen ...

Regisseur Éric Rochant hatte schon mit seinem Mossad-Streifen "Staatsauftrag: Mord" sein Interesse am Treiben der Geheimdienste bekundet. Hier geht er noch einen Schritt weiter, entlarvt deren perfides Spiel und zeigt, dass sie die Gefühlswelt der Agenten nicht mit der intriganten Welt der Spionage vereinen lässt. Dank der brillanten Hauptdarsteller und deren permanentes Spiel mit den Augen, den Blicken und den Augenblicken verzeiht man viele Holprigkeiten in der Erzählstruktur. So leidet etwa die Spannung darunter, dass der Zuschauer viel zu früh zu viel weiß und dadurch die eigentlich gekonnt konstruierten Twists nicht mehr wirklich funktionieren. Dennoch ein Genuss ist die Schauspielkunst!



Foto: Prokino