Anthony Hopkins als Psychiater außer Dienst, der von einer jüngeren Generation von Ermittlern als Berater in einem Mordfall herangezogen wird - das klingt nach einem zweiten Hannibal Lecter, mit dessen Verkörperung Hopkins in die Filmgeschichte einging.

Ganz so perfide ist seine Rolle als John Clancy in "Die Vorsehung" allerdings nicht, dafür wartet sie mit anderen Talenten auf: hellseherischen Visionen. Aus diesem Grund suchen ihn die FBI-Agenten Joe Merriwether (Jeffrey Dean Morgan) und Katherine Cowles (Abbie Cornish) auf. Denn sie selbst können das Rätsel um eine Mordserie nicht lösen.

Der Täter scheint seine Opfer vollkommen willkürlich auszusuchen, bringt sie allerdings immer auf die gleiche Weise um: mit einem Stich in den Nacken, der einen schnellen und schmerzfreien Tod herbeiführt. Merriwether und Cowles müssen einiges an Überredungskünsten aufbringen, um den zurückgezogenen Veteran für die Ermittlungen zu gewinnen. Doch dann hat dieser eine Vorahnung, die sein Interesse an dem Fall enorm steigert.

Schwächelnder Erstling

Sich für sein internationales Kino-Debüt ausgerechnet einen Thriller auszusuchen, dessen Drehbuch 15 Jahre lang in einer Schublade lag, war wohl nicht die beste Idee des brasilianischen Regisseurs Alfonso Poyart. Denn ein Film aus diesem Genre muss die Spannungs- und Handlungsbögen durchweg hochhalten.

Poyart hingegen entgleiten diese stellenweise. Diese Schwächen werden allerdings durch den starken Cast wieder aufgefangen.

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