Frankreich 1974: Der 23-jährige Christian Ranucci hat einen Unfall mit Fahrerflucht begangen. Während des Polizeiverhörs stellt sich heraus, dass er des Mordes an einem achtjährigen Mädchen verdächtigt wird. Obwohl die Indizien und die Zeugenaussagen nichts beweisen können, wird Christian durch die Medien vorverurteilt. Die ermittelnde Polizei braucht einen schnellen Erfolg und übt starken Druck auf den jungen Mann aus. Schließlich gesteht Christian den Mord. Für seine Mutter Héloise beginnt ein Albtraum. Sie ist felsenfest von der Unschuld ihres Sohnes überzeugt...

Regisseur Denys Granier-Deferre ("Die Spur führt in die Hölle") verfilmte hier die wahre Geschichte des Christian Ranucci, der im Juli 1976 als einer der letzten zum Tode Verurteilten in Marseille mit der Guillotine enthauptet wurde. Schon während des Prozesses gab es Zweifel an der Schuld des Angeklagten, viele Beobachter meinten, er hätte nicht zum Tode verurteilt werden dürfen. Noch heute stößt der Fall in Frankreich auf großes mediales Interesse, verschiedene Gruppen setzen sich für einen erneuten Prozess zwecks Rehabilitierung von Ranucci ein.

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