Der verkrüppelte Kleinganove Verbal sitzt auf dem Polizeirevier und wird als Augenzeuge vernommen, denn geschehen ist einiges: Ein Schiff ist in die Luft geflogen, Drogen im Millionenwert sind im Spiel, und hinter allem steckt ein mysteriöser Verbrecherboss namens Keyzer Sozé, den noch niemand jemals gesehen hat. Und was Verbal den ermittelnden Beamten zu erzählen hat, ist eine so unglaubliche Geschichte, dass sie einfach wahr sein muss ...

Mit diesem Film gelang Bryan Singer ein durchweg origineller Thriller, der den Zuschauer höchst kunstvoll an der Nase herumführt. Alfred Hitchcock sagte zwar einmal, eine "gelogene Rückblende" sei eine Todsünde, und damit hatte er auch recht. Aber Singer gelingt das Kunststück, gerade das Lügen mit Bildern zum Kunstgriff zu machen. Die Auflösung am Ende ist derart raffiniert, dass dieser Thriller mit Fug und Recht das Prädikat "einzigartig" für sich verbuchen kann. Es gab dafür immerhin zwei Oscars: für das beste Originaldrehbuch und die beste männliche Nebenrolle (Kevin Spacey).

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