Die illustre Gesellschaft von Paris findet sich bei dem Verleger Jacques Lalouet ein und wartet gespannt auf die Verleihung des begehrten Zola-Preises. Große Hoffnungen auf den Preis macht sich der amerikanische Schriftsteller William Brandeis, der mit seiner Frau Claire erschienen ist. Die Auszeichnung geht zwar nicht an William, aber Claire weiß sich darüber sehr schnell in Lalouets Armen hinwegzutrösten. Eines Tages glaubt sie, dass ihr Liebhaber noch eine andere Geliebte hat: die attraktive Übersetzerin Charlie. Claire beauftragt einen Privatdetektiv, um Gewissheit zu erhalten. Als sie kurz darauf Charlies Wohnung beschattet, sieht sie allerdings nicht den Verleger, sondern ihren eigenen Ehemann in den Armen der Nebenbuhlerin. Nun versucht Claire mit allen Mitteln, William wieder zurück zu gewinnen ...

Regisseur Claude Chabrol liebte es schon immer, die Lebenslügen des Bürgertums zu entlarven. In dieser Star besetzten Gesellschaftssatire präsentiert er ein paar dekadente High-Society-Nichtsnutze, deren Alltag aus belanglosen Affären und frivolem Wortgeplänkel besteht. Das Prestigedenken und die Liebesaffären der vornehmen Pariser Gesellschaft münden in arge Verwicklungen. Zwar reicht Chabrols Film nicht an seine boshaft entlarvenden Meisterwerke wie "Der Schlachter" oder "Blutige Hochzeit" heran, dennoch bietet er einen hintersinnigen und illustren Bilderbogen, der - immer wieder von grotesken Situationen überzeichnet - seine Protagonisten sanft ironisiert.

Foto: Cinerama