Irgendwo in den Südstaaten der USA: Hier lebt der 15-jährige Nathan, der mit seinen Eltern aus einer großen Stadt aufs Land gezogen ist. Weder seinem Vater noch seiner Mutter hat er viel zu sagen, deshalb ist er froh, als er den zwei Jahre älteren Nachbarsjungen Roy kennen lernt, mit dem er sich auf Anhieb versteht. Schon bald aber erkennt Nathan, dass er mehr als nur Freundschaft für Roy empfindet ...

Nach dem gleichnamigen Roman von Jim Grimsley drehte James Bolton ("The Graffiti Artist" diese Coming-out-Geschichte. Doch was in Grimsleys Werk sensibel erzählt wird, ist in Boltons mit DV-Kamera gedrehter Regiearbeit nicht wieder zu erkennen, zu oberflächlich bleiben die Charakterzeichnungen der beiden Protagonisten, gesprochen wird kaum, die Verhältnisse werden nie vertieft, nur bedeutungsschwanger angedeutet. Da hilft auch das durchaus gute Spiel der beiden Hauptdarsteller nichts - auch sie können den Film nicht retten.

Foto: Pro-Fun