Mary Haines führt eine glückliche Ehe, hat zwei Kinder und alle mögen sie. Dann passiert ihr das, was allen anderen passiert: Ihr Mann betrügt sie. Aber sie folgt nicht dem Rat ihrer Mutter und ihrer Freundinnen, den Betrug als "stillschweigende Übereinkunft" unter Ehepartnern hinzunehmen. Sie kämpft um ihre Ehe, ihren Mann. Und sie verliert gegen eine Jüngere. Aber sie bleibt ihrem Mann treu, sie hofft auf eine Rückkehr ...

Alle Frauen kämpfen um denselben Mann. Die, die einen haben, wollen ihn festhalten um jeden Preis, und die, die noch keinen haben, haben nur das Ziel, ihn den anderen wegzunehmen. Sie selbst üben natürlich keinen Beruf aus, sie sind auf das Geld ihrer Männer angewiesen, deswegen kreist ihr Denken auch meist um den Mann. Und weil der Mann nur als "der" Mann vorkommt, tritt in dem Stück von Rainer Werner Fassbinder nach dem Bühnenstück "The Women" von Clare Booth, das 1977 im Deutschen Schauspielhaus Hamburg aufgezeichnet wurde, auch kein Mann auf. Die Hauptfigur Mary, von Christa Berndl bravourös verkörpert, scheint eine Ausnahme zu sein - bis sie selbst ihren Mann mit nicht ganz sauberen Mitteln zurückholt.