Die junge Gabrielle hat das Williams-Beuren-Syndrom. Voller Lebensfreude widmet sie sich ihrer großen Liebe: der Musik. Da sie aber selten weiß, was sie mit ihrer überschäumenden Energie anstellen soll, nimmt sie an einer Therapie teilt. Zu der Therapiegruppe gehört ein Chor, in dem Gabrielle mit Eifer singt. Dort trifft sie auf Martin, der ebenfalls am Williams-Beuren-Syndrom erkrankt ist. Zwischen den beiden funkt es sofort. Das direkte Umfeld der beiden reagiert jedoch mit Abneigung, Verständnislosigkeit und sogar Diskiminierung. Dennoch kämpfen die beiden um ihre Liebe ...

Ein wohlwollender Film, der die Tabuisierung von Liebe zwischen behinderten Menschen thematisiert, diese aber letztendlich zu wenig herausstellt. Denn das eigentliche Krankheitsbild wird nicht erklärt. Was bleibt: eine Liebesgeschichte ungewöhnlicher Menschen, völlig gewöhnlich und größtenteils langweilig inszeniert. Sympathisch: Immerhin wird nicht auf die Betroffenheitsschiene gesetzt. Dass die Hauptdarstellerin tatsächlich das Williams-Beuren-Syndrom hat, macht ihr schauspielerisches Vermögen nicht unbedingt besser, aber sie überzeugt halbwegs mit einem unbekümmerten Naturell.



Foto: M.Laverdi/AlamodeFilm