Im Jahr 1914 beweist der englische Farmersohn Albert eindrucksvoll, was in seinem Pferd Joey steckt, indem er ein steiniges Stück Land umpflügt. Als der Erste Weltkrieg ausbricht, wird Alberts Vater genötigt, Joey an die britische Kavallerie zu verkaufen. Da Albert seinem Pferd nahe sein will, tritt er freiwillig in die Armee ein und macht sich auf die Suche. Während der Besitzer von Joey mehrmals wechselt und das arme Tier schließlich als Arbeitskraft genutzt wird, wird Albert an der Front verwundet und verliert sein Augenlicht. Dennoch sucht er verzweifelt weiter nach Joey ...

Eine Hommage an John Ford sollte es wohl werden. Denn abgesehen vom Wilden Westen erinnern viele Themen (hier sieht England aus wie Fords Irland) und Bilder in diesem Werk von Steven Spielberg an den großen Meister. Doch wo Ford pathetisch ist, ist Spielberg kitschig. Zudem erzählt der Regisseur nicht konsequent – wie Ford in dem Stummfilm "Kentucky Pride" – aus der Sicht des Pferdes, sondern wechselt wie es gerade gefällt vom Pferd zu dem Jungen. Ebenso sprechen die deutschen Soldaten mal deutsch, um dann wieder ins Englische zu wechseln. Dennoch: ein paar tolle Bilder sind Spielberg auch diesmal wieder gelungen.



Foto: DreamWorks