Weil in seinen Adern indianisches Blut fließt, soll ein junger FBI-Mann den Mord in einem Reservat untersuchen. Bei seinen Ermittlungen steht ihm ein routinierter FBI-Agent zur Seite. Zunächst vertraut das "Halbblut" mehr auf die Erfahrungen seines Kollegen als auf den eigenen Verstand. Doch bald gerät er in einen Strudel sozialer Konflikte, unterschiedlicher Interessen, den Kampf zwischen indianischen Traditionalisten und militanten Aktivisten und seiner eigenen Vergangenheit. Anfangs begegnet er den Indianern eher ablehnend, kann sich ihrer Faszination aber nicht erwehren. Nach weiteren Morden lernt er, dass ihn indianische Traditionen oft weiterbringen als Erfahrungen ...

Mit relativ wenig Action-Elementen erzählt Apted nicht so sehr eine spannungsgeladene Kriminalgeschichte, sondern liefert vielmehr mit viel Einfühlungsvermögen und Raum für die Darstellung einer indianischen Denkweise eine Bestandsaufnahme den Lebensbedingungen in der Reservation ("Die Dritte Welt mitten in den USA"). Der Zuschauer erfährt in einer fiktiven Geschichte mit realem Hintergrund nicht nur einiges von den heutigen Problemen und Konflikten der amerikanischen Ureinwohner, sondern auch von den historischen Vorfällen des Massakers am Wounded Knee. Der Film ist ein Produkt der De Niro-Firma Tribeca und wurde mit einer herausragenden Crew vor und hinter der Kamera umgesetzt. Allerdings: Wer hier einen ähnlichen Verwirr-Thriller wie "Gorky Park" erwartet, dürfte enttäuscht sein. Vor diesem Streifen drehte Apted bereits die Dokumentation "Incident At Oglala" über den Lakota-Aktivisten Leonard Peltier.

Foto: Sony