Dänenprinz Hamlet entdeckt, dass in seinem Königreich einiges im Argen liegt: Auf der Bastion des Schlosses erscheint ihm der Geist seines toten Vaters und behauptet, sein Bruder Claudius habe ihn heimtückisch ermordet. Das Motiv: Auf Thron und Königin Gertrude war das niederträchtige Bruderherz scharf. Um Beweise für die Tat zu gewinnen, spielt Hamlet den Wahnsinnigen. Und dann nimmt das Unheil seinen Lauf: Hamlet tötet irrtümlich Polonius, den Vater der jungen Ophelia, die Hamlet liebt. Die stürzt daraufhin in geistige Umnachtung und nimmt sich das Leben ...

Zeffirellis "Hamlet"-Adaption ist bei der Kritik nicht unumstritten. Manche Bildungsbürger verübelten ihm, dass er Actionstar Mel Gibson für die Hauptrolle besetzte. In der Tat kann man über Gibsons Darstellerleistung geteilter Meinung sein; aber die nötige Ausstrahlung bringt er allemal mit. Zeffirellis Film ist eine geradlinige, temporeiche Inszenierung des eigentlich vierstündigen Stücks, und immerhin gelingt es ihm, viel von der Dynamik der Vorlage umzusetzen. Nur wenige Jahre später (1996) verfilmte Kenneth Branagh "Hamlet" erneut, diesmal ungekürzt und wieder mit Staraufgebot. Mit dabei waren: Richard Attenborough, Julie Christie, Gérard Depardieu, Jack Lemmon, Billy Crystal, Kate Winslet und andere.

Foto: StudioCanal