Der Dänenprinz Hamlet gerät nach dem Tod seines Vaters in einen Strudel aus Rachegelüsten und Selbstzweifeln. Er möchte seinen Stiefvater Claudius als Mörder überführen, verfängt sich aber dabei selbst in Intrigen, denen seine Mutter Gertrude und seine Geliebte Ophelia schließlich zum Opfer fallen. Während die Truppen des norwegischen Prinzen Fortinbras vor Schloss Helsingör stehen, fordert Hamlet Claudius zu einem letzten Duell heraus...

Den Fernseher "ein oder nicht "ein"-schalten! Das ist hier die Frage, die man sich müßig stellen muss. Denn mit vier Stunden Spieldauer ist dies nur etwas für Shakespeare-Hard-Core-Fans. Der ambitionierte Shakespeare-Mime Kenneth Branagh hat schon diverse Stücke des großen englischen Poeten für die Leinwand adaptiert (bzw. an Adaptionen mitgewirkt). Neben "Henry V." ist dies sein gelungenster Wurf: Er transportierte die intrigenreiche Geschichte über Korruption und Verschwörungen am dänischen Königshof in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Opulente Bilderfluten, originalgetreue Dialoge und hervorragend agierende Darsteller lassen über die ein oder andere Länge dieses Schmachtschinkens hinwegsehen.