Als Meister des "entscheidenden Augenblicks" ist Henri Cartier-Bresson (1908-2004) zu einem der größten Fotografen aller Zeiten und zur lebenden Legende geworden. Fünfzig Jahre lang bereiste Cartier-Bresson die Welt; zu Zeiten bedeutender politischer Umwälzungen lebte er in Ländern wie Indien, China und Indonesien (1948–50). Sein Werk hat nicht nur Referenzcharakter für den Bildjournalismus des 20. Jahrhunderts, sondern auch für die Ästhetik und Ethik der Fotografie. Viele Aufnahmen Cartier-Bressons sind als Ikonen der Fotografiegeschichte allgegenwärtig. Im Alter von 95 Jahren liess sich Cartier-Bresson zum ersten Mal auf ein sehr persönliches Filmprojekt ein. So erzählt er hier, was ihn berührt und bewegt hat, was ihn heiter oder nachdenklich stimmte.

Ein gelungenes Porträt des großen Fotografen von Heinz Bütler, in dem auch die Schauspielerin Isabelle Huppert, der Dramatiker Arthur Miller, der Verleger Robert Delpire und die Magnum-Fotografen Elliott Erwitt, Josef Koudelka und Ferdinando Scianna ihre ganz eigene Sicht auf die Persönlichkeit und das Werk Cartier-Bressons einbringen.

Foto: Film Kino Text