Weil Yusuf schwer erkrankt ist, wird seine Haftstrafe wegen seines sozialistischen Engagements verkürzt. So kommt er nach Jahren in seine türkische Bergheimat zurück. Hier lebt er mit seiner Mutter in der Abgeschiedenheit der Natur und besucht nur ab und zu die nahe gelegene Stadt. Dort lernt er schließlich die Prostituierte Eka kennen und verliebt sich in sie. Doch beide wissen, dass ihre Liebe keine Zukunft hat ...

Mit beeindruckenden Bildern inszenierte Özcan Alper mit diesem tragischen Melodram seinen ersten abendfüllenden Spielfilm. Dabei erweist er sich nicht nur als hervorragender Beobachter der türkischen Gesellschaft, sondern taucht in Traum- bzw. Erinnerungssequenzen auch immer wieder in die Tristesse des herbstlichen Alltags als Spiegel der Seelenlandschaft seines Protagonisten. Ein nicht gerade einfacher, durchaus kritischer Blick auf Zustände in der Türkei.

Foto: Filmfabrik