Regional verankerte Filme finden nicht nur im Krimigenre in Deutschland großen Anklang. Auf eingefleischte Fans der Produktionen mit viel Lokalkolorit wartet mit dem österreichischen "Hirschen" eine eigenwillige Komödie.

Darin muss eine Tiroler Stammtischrunde ihr von der Wirtschaftskrise gebeuteltes und entvölkertes Heimatdorf retten. Als die Dorfbewohner einen Auswärtigen nach dessen Wildunfall aufnehmen, kommt ihnen eine kuriose Idee.

Wahrhaft unabhängige Produktion

Wer sich im Vorfeld über den Film informieren will, hat ein Problem: Der Kinotrailer besteht daraus, dass die Darsteller Musik aus der Quetschkommode pantomimisch begleiten. Weitere Teaser zu "Hirschen" sind ähnlich aussagekräftig.

Tatsächlich verdeutlichen sie eine Tatsache: Georg Inci stand für seine Produktion keine finanzielle Unterstützung zur Verfügung, Geld für Werbung also auch nicht. Doch der in der Türkei geborene, deutsche Schauspieler, den man am ehesten durch Nebenrollen in diversen Serien kennt, ließ nichts unversucht, sein Drehbuch in die Kinos zu bringen.

Hauptrolle, Regie, Kamera und Musik

Dafür spielte er nicht nur die Hauptrolle, er saß auf dem Regiestuhl, stand hinter der Kamera und komponierte sogar die Musik. Dennoch konnte er seine Vision nur dank der Unterstützung der osttiroler Dorfbewohner von Außervillgraten verwirklichen.

Das zeigt sich unter anderem darin, dass die Dörfler einen Großteil der Rollen übernahmen. Ergänzt wird das Ensemble von wenigen "Profis". So sieht der Zuschauer, wie Kreativität ein großes Budget ersetzen kann.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Hirschen":