1957 muss sich der Underground-Poet Allen Ginsberg wegen seines Gedichts "Howl" vor Gericht verantworten. In diesem Werk hat er versucht den Rhythmus des Jazz in Worte zu fassen. Das Gedicht machte den introvertierten Autor über Nacht berühmt. Doch gerade erst erschienen, wird die kleine Auflage wegen Verbreitung von Obszönitäten beschlagnahmt. Dennoch gilt das Werk und auch die Gerichtsverhandlung als Geburtsstunde der amerikanischen Gegenkultur ...

Dies ist ein Werk, bei dem erneut gilt: weniger wäre mehr gewesen. Hätte sich das Regie-Duo Robert Epstein und Jeffrey Friedman hier etwa nur auf die Gerichtsszenen beschränkt und wären weniger sprunghaft zu Werke gezogen, ihnen wäre zweifelsohne ein bemerkenswerter Film über die Beat-Generation gelungen. Denn Ambiente und Schauspielleistungen stimmen. Doch der Schnitt, das nervige Dauerrezitieren (oft meint man Endlosschlaufen zu hören) und der uneinheitliche Stil (die animierten Sequenzen sind noch die besten) verwirren mehr, als sie verdichten. Dennoch ein interessantes Ginsberg-Porträt mit guten Gastauftritten.



Foto: Pandora