Treat Williams

Treat Williams als "Prince of the City" Vergrößern
Treat Williams als "Prince of the City"
Richard Williams
Geboren: 01.12.1951 in Rowayton, Connecticut, USA

Dan Ciello ist einer der jüngsten und erfolgreichsten Jungs einer Polizei-Sondereinheit. Gerade ihn heuert ein Untersuchungsausschuss an, innerhalb der Gruppe wegen Schiebereien zu ermitteln. Nach langem Hin und Her und der Zusicherung, dass seine unmittelbaren Freunde verschont bleiben, lässt er sich auf den Handel ein. Und Dan ist bei seinem neuen Job so erfolgreich wie bislang. Doch seine Auftraggeber halten nicht Wort und bald sitzt er zwischen allen Stühlen. Obwohl drei Stunden lang, ist Sidney Lumets "Prince of the City" (1982) ein überaus spannender Film. Unter den guten, wenig bekannten Schauspielern ragt vor allem Treat Williams heraus. Und noch im gleichen Jahr sieht man Williams in Sergio Leones klassischen Gangsterfilm "Es war einmal in Amerika".

Während seiner Schulzeit am Franklin and Marshall College in Lancaster spielt er alles von der Shakespeare-Komödie bis zum Musical. Freunde und Lehrer, die ihn auf der Bühne sehen, empfehlen ihn an den Agenten William Morris, und so geht Williams nach dem College nach New York, um Schauspieler zu werden. Dort engagiert man ihn im Eden-Theater als Zweitbesetzung des Danny Zuko in dem Erfolgsmusical "Grease". Doch Treat Williams hat das Pech, dass Barry Bostwick während seines mehr als einjährigen Engagements nicht einmal ausfällt und er die Hauptrolle nur in einigen wenigen Provinzaufführungen spielt. Erst ein paar Jahre später, bei der Wiederaufnahme des Stücks, kann er den Danny endlich mit Erfolg spielen.

Mehr Glück hat er 1974 in der Musikkomödie "Over Here" und ein Jahr später in "Bus Stop". Dann hat er Gelegenheit, in ein paar Filmen wie Richard Lesters "Ritz" (1976), Ivan Nagys "Deadly Hero" und John Sturges' "Der Adler ist gelandet" (1976) zu spielen. Produzent Lester Persky gibt ihm 1978 die Chance, sich in Milos Formans "Hair"-Verfilmung neben John Savages Claude und Beverly D'Angelos Sheila als George Berger zu bewähren. Das bedeutet für ihn den Durchbruch. 1979 spielt er einen vorlauten Offizier in Steven Spielbergs "1941 - Wo, bitte, geht's nach Hollywood?" und in Larry Peerces "Warum soll ich lügen?" Sidney Lumets "Prince of the City" (1982) ist sein Durchbruch als Charakterdarsteller.

Der Erfolg reißt nicht ab. Treat spielt in zahlreichen Filmen wie Joyce Chopras "Smooth Talk" (1981). In John Ermans Remake von Kazan/Williams' "Endstation Sehnsucht" (1984) spielt er an der Seite von Ann Margrets schwacher Blanche und Beverly D'Angelos wunderbaren Stella einen überzeugenden Stanley Kowalski. Weitere Filme mit Treat Williams:"Jack Dempsey - Ein Mann wird zur Legende" (1983), "Die Grenzwölfe" (1984), "Bedrohliches Geflüster" (1985), "Flic or Zombie", "Russicum - Die Vatikan-Verschwörung", "Shark - Stunde der Entscheidung", "Men's Club" (alle 1988), "Tote lieben besser" (1989) mit Virginia Madsen, "Drogenkrieg" (beide 1989), Ben Gazzaras Regiedebüt "Ausstieg ins Paradies", "Schrei der Verdammten" (beide 1990), "Final Verdict - Berufung ausgeschlossen" mit Glenn Ford, Yves Simoneaus Spannungsfilm "Scheidung per Mord" (beide 1991), "Blut auf seidener Haut", "Der Wasser-Motor" (beide 1992), "Am Ende des großen Traums" (1993), "Johnny's Girl", "Tödliches Klassentreffen", "Handgun - Hetzjagd durch New York" (alle 1994), "Im Schatten des Grauens", die böse Abrechnung mit dem TV-Alltag "Tonight: Die Jay-Leno-Story", "Das Leben nach dem Tod in Denver", "Wuff - Mein Papa bellt" (alle 1995), "Das Phantom", Lee Tamahoris Polizeifilm im 50er Jahre-Ambiente "Nach eigenen Regeln" mit Nick Nolte, Melanie Griffith und Chazz Palminteri (beide 1996), Alan Pakulas "Vertrauter Feind" mit Harrison Ford und Brad Pitt, "Mörderischer Tausch 2", "Octalus - Der Tod aus der Tiefe" (alle 1997), "Flucht aus Saudi Arabien", Ulu Grosbards "Tief wie der Ozean" (beide 1998), "Reise zum Mittelpunkt der Erde", "36 Stunden bis zum Tod", "Final Crash - Concorde in den Tod", "Hard Lessons - Kampf nach Schulschluss" (alle 1999), "Der Kreis", "Virus Outbreak - Die Biowaffe" (beide 2001), "Miss Undercover 2" (2005), "Love Vegas" (2008), "Howl - Das Geheul", "127 Hours" (beide 2010), "Kein Mittel gegen Liebe" (2011), "Die Poetin" (2013).

Zur Filmografie von Richard Williams
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