Der junge Bauarbeiter Peter erlebt bei seinen reichen Eltern in den Zeiten des Wirtschaftswunders eine lieblose Kindheit. Aus seiner Erziehung nimmt er mit, dass zwischenmenschliche Beziehungen nur auf Geld und Konsum aufbauen. Wer viel hat, ist viel und gilt viel. Diesem Grundsatz passt er sich an. Mit großzügigen Geschenken an die Familie und seine spätere Frau Erika versucht er, sich deren Liebe zu erkaufen. Als er sich das nicht länger leisten kann und das labile System, auf dem sein Leben beruht, zu scheitern droht, kommt es zur Katastrophe.

In diesem TV-Drama erzählt Rainer Werner Fassbinder die Geschichte eines sinnlosen Mordes. Fassbinder nutzte für sein Drehbuch das Buch "Lebenslänglich - Protokolle aus der Haft" von Klaus Antes, Christiane Ehrhardt und Heinrich Hannover, das die Geschichte eines wahren Verbrechens erzählt. Einmal mehr zeigt Fassbinder dabei das Leben eines Menschen, der mit sich und seiner Umwelt nicht fertig wird und an diesen Umständen zerbricht. Von Fassbinder-Dauer-Kameramann in bemerkenswerten Bildern in Szene gesetzt, gibt der aus Salzburg stammende Mime Vitus Zeplichal ("Das Unheil", "Gruppenbild mit Dame", "Berlin Alexanderplatz") in der Rolle des Peter einer seiner besten schauspielerischen Vorstellungen.

Foto: EuroVideo