Ja, darf das denn sein...?! Junger Schauspieler bekommt in einem Passionsspiel die Rolle Jesu. Das Stück wird zum großen Erfolg. Doch die katholische Kirche ist entsetzt: der Schauspieler identifiziert sich zunehmend mit seiner Rolle. Und zwar so sehr, dasser sich für den Propheten des neuen Zeitalters hält. Oder ist er es vielleicht sogar?

Tagsüber wirbt er für Bier, abends spielt er Jesus. Dass der Kleindarsteller Daniel alias Lothaire Bluteau damit die Kirchenoberen auf die Barrikaden treibt, ist klar. Das preisgekrönte kanadische Drama (Preis der Jury in Cannes 1989) spielt geschickt mit dem Widerspruch pseudo- und tiefreligiöser Ansichten und Standpunkte. Ästhetisch ansprechend und mit pointierter Gesellschafts- und Kirchenkritik umgesetzt, gewann der Film auch den Preis der Ökumenischen Jury in Cannes.