Eines Tages wird die junge Studentin Maria (Antonella Costa, Foto) von Angehörigen des argentinischen Militärs verhaftet und verschleppt. Während ihre Mutter verzweifelt nach ihr sucht, durchlebt Maria die Hölle auf Erden. Sie wird gefoltert und gequält. Selbst Felix, der in Marias Haus wohnt und schon seit längerem in sie verliebt ist, zählt zu den Peinigern. Doch auch bei ihm ist die widerwärtige Folter längst zur Routine geworden und Maria lässt sich auf seine Avancen nur ein, um zu überleben. Doch Gnade gibt es im Militärregime nicht ...

Hier werden Erinnerungen an Constantin Costa-Gavras, den großen Meister des Politthriller wach: Regisseur Marco Bechis lässt in diesem vielfach preisgekrönten Werk den Zuschauer die Grausamkeiten fast spürbar miterleben. Denn die starken Darsteller lassen den Zuschauer die kalte Systematik des Tötens und das große Leid der Opfer hautnah mitfühlen, ohne dass man dabei zu sehr ins voyeuristische Detail geht. Wenn man bedenkt, dass es tausende derlei Fälle gegeben hat, kann einem das Gezeigte in der Tat den Magen umdrehen. Kein schöner Film, aber ein wichtiger!

Foto: WDR/flax film