Bei seinem Aufenthalt auf den polynesischen Inseln stößt der junge Thor Heyerdahl auf eine Legende, die besagt, dass die Vorfahren der Polynesier vom Osten, also aus Südamerika, kamen. Von dieser Legende fasziniert, will der norwegische Anthropologe beweisen, dass dies tatsächlich möglich ist. 1947 stellt er eine Crew zusammen, bastelt ein Boot aus Balsa-Holz und macht sich auf die gefährliche Reise ins Ungewisse. Nach vielen Tagen der Angst und des Zweifelns gelingt es der fünfköpfigen Crew der Kon-Tiki, so taufte der Nichtschwimmer Heyerdahl das primitive Boot, nach 101 Tagen und fast 8000 Kilometern das Tuamotu-Archipel zu erreichen.

Mit atemberaubenden Bildern, starken Darstellern und einer spannenden Dramaturgie gelang es dem Regie-Duo Joachim Rønning und Espen Sandberg, die schon mit "Max Manus" zu überzeugen wussten, die Geschichte Thor Heyerdahls und dessen Kon-Tiki-Unternehmen packend in Szene zu setzten. Hier knistert sogar die Atmosphäre, wenn sich die Crew-Mitglieder an Bord langweilen. Heyerdahl wurde dadurch zu einem der wichtigsten Vertreter der experimentellen Archäologie, was er später mit seinen Ra-Fahrten noch festigte. Der norwegische Film weckt erneut das Interesse an Heyerdahl und dessen Leistungen und wurde zu Recht für den Oscar als bester nichtenglischsprachiger Film nominiert. Einfach ein brillantes Abenteuerstück!



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