Der überforderte Schriftsteller Jakob Michael Reinhold Lenz versucht, aus dem Leben zu fliehen. Er landet in einem kleinen Dorf, in dem der Pastor Oberlin eine Pilgerherberge betreibt. In ihm findet Lenz einen Partner im Disput über Wahrheit und Leben, über Tod und Schuld. Oberlin möchte Lenz mit Gott bekannt machen. Lenz jedoch wähnt sich der Wirklichkeit verpflichtet und empfindet das als unlösbaren Widerspruch. Er begreift sich als gescheitert, stürmt in die Unschuld der Natur und in die Poesie. Die Begegnung mit der jungen Irene wirft ihn fiebrig in die kurze Unbedingtheit der Liebe ...

1839 - also erst zwei Jahre nach seinem viel zu frühen Tod - erschien die Novelle "Lenz", mit der sich der deutsche Schriftsteller und Revolutionär Georg Büchner (1813-1837) seit 1835 befasst hatte. Regisseur Andreas Morell nahm sich 2009 des Sturm-und-Drang-Klassikers an und besetzte den hervorragend aufspielenden Barnaby Metschurat in der Rolle des Schriftstellers Jakob Michael Reinhold Lenz (1751-1792).

Foto: ZDF/Florian Foest