Die Geschichte zweier ungleicher Brüder: Paul und sein kleinerer Bruder Daniel sind marokkanischer Abstammung und in der Peripherie von Paris groß geworden. Paul muss trotz guter Ausbildung als Pizzalieferant jobben und baut seinen Frust im Boxring ab. Ganz nebenbei versucht er sich auch noch als Schriftsteller und beginnt ein Verhältnis mit der Literaturstudentin Myriam. Daniel dagegen will raus aus der gewohnten Umgebung und geht kurzerhand nach Hamburg, wo er äußerst erfolgreich in einem Varieté arbeitet. Doch Daniel ist dieser außergewöhnlichen Belastung bald körperlich nicht mehr gewachsen und beginnt mit der Einnahme von Anabolika. Das hat katastrophale Folgen...

Schon mit seinem Regie-Erstling "Straße der Freuden" konnte der französische Filmemacher Jean-Pierre Sinapi 2000 auf den internationalen Filmfestspielen von Berlin überzeugen. In seinem Drama "Leben tötet mich", das er nach einem Roman von Paul Smaïl inszenierte, erzählt er die Geschichte zweier Einwanderersöhne, die ihren Platz im Leben noch nicht gefunden haben, von ihren Sehnsüchten und Träumen. Dabei springt er immer wieder zwischen Hamburg und Paris, führt die beiden Handungsstränge trotz Zeiten- und Ortswechsel am Ende jedoch wieder gekonnt zusammen. Überzeugend agieren auch seine beiden Hauptdarsteller Sami Bouajila und Jalil Lespert.

Foto: Salzgeber