In einem kleinen russischen Küstenort ist Kolia der stolze Besitzer eines wunderbaren Hauses. Er bewohnt das Anwesen mit seiner zweiten Ehefrau Lilya und seinem jugendlichen Sohn Roma. Doch die exponierte Lage des Hauses ist auch dem korrupten Bürgermeister aufgefallen. Er hat es nun auf das Land von Kolia abgesehen und setzt die Familie unter Druck.

Doch Kolia will sein Land und Haus nicht abtreten und bittet seinen alten Freund Dimitri, ein Anwalt aus Moskau, um Hilfe, gegen den raffgierigen Ortsvorsteher einzuschreiten. Sie ziehen gegen die Pläne, Kolias Besitz weit unter Wert an sich zu reißen, vor Gericht.

Doch anscheinend ist das Gesetz nicht auf ihrer Seite. Deshalb sammeln sie über den örtlichen Politiker kompromittierendes Material. Als dann aber Dimitri mit der frustrierten Lilya eine Affäre beginnt, droht Kolias Leben vollends aus dem Ruder zu laufen ...

Desillusionierendes Bild der russischen Gegenwartsgesellschaft

Das bildgewaltige und überaus politik- und kirchenkritische Werk war zu Recht als bester nicht-englischsprachiger Film für den Oscar nominiert, musste sich aber dem ungewöhnlichen polnischen Schwarzweiß-Film "Ida" geschlagen geben. Das Drama des kritischen Filmemachers Andrey Zvyagintsev zeichnet ein desillusionierendes Bild der russischen Gegenwartsgesellschaft, lässt seine Protagonisten gleich literweise Wodka trinken, besticht durch eine gute Beobachtung und verzettelt sich lediglich ab und an in allzu betulicher Dramaturgie.

Auch wenn vor allem die westliche Welt den Anti-Putin-Inhalt von Zvyagintsevs Werk gerne hervorhebt, sagt der Regisseur, dass es ihm viel mehr um die "moderne Hiob-Geschichte" ging, die einen Mann zeige, der eher zufällig in die Fänge eines Netzes von Korruption und Machtmissbrauch geriet. Und das ist es schließlich auch, was den Film ausmacht: die starke wie bittere Geschichte!

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