Agnes Wallem (Esther Schweins) ist guter Dinge: Die zielstrebige Architektin hat den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt, und gleich ihr erster Auftrag erweist sich als echte Herausforderung. Für eine Kleinstadt am tiefen Sognefjord, in der eine der schönsten Stabkirchen Norwegens steht, soll sie das passende Gemeindehaus entwerfen. Beim Ortstermin erlebt sie jedoch eine herbe Überraschung: Ihr Exfreund Kristian (Hendrik Duryn) arbeitet hier als Schiffbauingenieur. Das Wiedersehen versetzt ihr einen Stich, denn gemeinsam mit seiner Frau Luisa (Stephanie Japp) und der aufgeweckten Tochter Mia (Sina Knecht) führt Kristian nun jenes harmonische Familienleben, das Agnes sich immer mit ihm gewünscht hat. Warum nur hat Luisa, die hier als Bürgermeisterin die Verantwortung trägt, gerade einer potenziellen Nebenbuhlerin diesen Auftrag zugeschanzt? Merkwürdigerweise scheint Luisa sich nicht daran zu stören, dass zwischen dem ehemaligen Liebespaar wieder eine Annäherung stattfindet. Auch die kleine Mia versteht sich bestens mit Agnes. Kristian ist über die Gleichgültigkeit seiner Frau äußerst irritiert und vermutet, dass sie eine Affäre hat. Wie anders sind ihre undurchsichtigen Termine und merkwürdigen Abwesenheiten zu erklären? Als plötzlich auch noch Jonas (Markus Knüfken) auftaucht, mit dem Agnes seit einiger Zeit eine Beziehung führt, ist das Chaos perfekt. In dem Melodram aus der Reihe "Liebe am Fjord" muss Esther Schweins als ambitionierte Architektin die Statik ihres Gefühlslebens neu berechnen. In den weiteren Hauptrollen überzeugen Hendrik Duryn als sympathischer Bootsbauer und Stephanie Japp als Ehefrau, die mit ihrem Schicksal hadert. Außerdem treten Markus Knüfken, Sina Knecht, Peter Prager und Teresa Harder als patente Pfarrerin auf. Unter Jörg Grünlers sensibler Regie spitzt sich die aufwühlende Geschichte dramatisch zu. Die imposante Stabkirche von Borgund gibt dem Film eine ganz eigene Atmosphäre.