Die schüchterne Lily ist bis über beide Ohren verliebt in den verschlossenen Jarrod. Doch der Nerd interessiert sich nur für Computerspiele. Erst als sie sich beim Kung-Fu-Game als ebenbürtige Gegnerin erweist, kommt es zu einer zarten Annäherung. Die Romanze steht jedoch unter keinem guten Stern, denn Jarrod ist besessen von einer "Mission", auf die er sich akribisch vorbereitet: Er muss sich an seinem früheren Schulkameraden Eric rächen, der ihn einst regelmäßig verdroschen hat ...

Der neuseeländische Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler Taika Cohen alias Taika Waititi (sein Maori-Name) zeigt in dem gekonnt inszenierten Mix aus Komödie und Liebesgeschichte, die thematisch an ähnlich gelagerte Werke wie Jared Hess' Tragikomödie "Napoleon Dynamite" erinnert, eine Schar recht skurriler junger Leute, die sich ihre Freizeit mit Computerspielen, Partys und ihren verschrobenen Fantasien versüßen. Als verbindendes Element nutzte Cohen animierte Sequenzen, die er zwischen die einzelnen Erzählstränge eingeflochen hat. Keiner von Cohens Protagonisten ist ein perfekter Mensch zu sein, der Regisseur zeigt sie mit allen ihren Macken und Kanten. Doch gerade deswegen wirken die handelnden Personen allesamt sympathisch in ihren drolligen Outfits, die den Achtzigerjahren entsprungen zu sein scheinen. In den Hauptrollen als liebenswerte Außenseiter Jarrod und Lily überzeugen Jemaine Clement und Loren Horsley, über deren Eigenheiten und Verschrobenheiten man so richtig herzhaft lachen kann.

Foto: ARD/Degeto