Sie haben erstaunlich viele Gemeinsamkeiten: Sie heißen beide Lola, sind Großmütter und leben am Rande des sozialen Gefüges des philippinischen Molochs Manila. Doch erst ein tragisches Ereignis führt die beiden Frauen zusammen: der eine Enkel ist angeklagt, den anderen bei einem Raubüberfall getötet zu haben. Die Frauen sind nun gezwungen Geld aufzutreiben. Die eine für die Gerichtsverhandlung, die andere für die Beerdigung ...

Obwohl fast zwei Stunden lang, passiert in dieser Sozialstudie nicht viel. Regisseur Brillante Mendoza taucht mit der Kamera in die Straßen Manilas und entwickelt dabei einen fast schon dokumentarischen Blick. Mit nüchternen Bildern beschreibt er den Alltag ohne Beschönigungen oder dramatisierendem Tempo. Da kann es passieren, dass der Zuschauer vom Schlaf übermannt wird.



Foto: RapidEyeMovies